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Derzeit sind ca. 82 Millionen Menschen auf der Flucht, davon sind fast die Hälfte Kinder. So lautete der Abschlusssatz auf der sonst schwarzen Leinwand nach dem Film. Dieser Satz ließ einen doch recht nachdenklich zurück. 82 Millionen Menschen, ein bisschen weniger als alle Einwohner Deutschlands –  für unsere Schülerinnen und Schüler eine unfassbar große Zahl. Doch was kann Jugendlichen einer 8. Jahrgangsstufe deutlicher vor Augen führen, mit welchen Ängsten, Gedanken und Schicksalsschlägen Menschen auf der Flucht zu kämpfen haben, als ein Film, in dem Kinder selbst auf der Flucht sind?

Deswegen machten wir uns am Mittwoch, den 08. Februar, auf ins Cineplex. Das letzte Mal hatten wir in der 5. Klasse an den Schulkinowochen teilgenommen. Jetzt war es mal wieder an der Zeit! „Der Pfad“ wurde als spannender, historischer Abenteuerfilm über Flucht, Freiheit, Solidarität und Freundschaft beschrieben. Er spielt zur Zeit des 2. Weltkrieges und greift damit zahlreiche Themen auf, die leider auch wieder aktuell sind, wenn es um die heutige Zeit geht. Der 12-jährige Rolf muss auf der Flucht mit seinem Vater doch so einige Erfahrungen machen, die niemand machen sollte. Genau aus dieser Sicht wollten wir den Film mit den Kindern betrachten und auch aufarbeiten. Dass es zusätzlich noch reichlich Popcorn, Süßgetränke, Nachos und unendlich-auffüllbare Slushies (für manche Schüler/innen natürlich auch alles zusammen!) gab, war natürlich ein unverzichtbarer Nebeneffekt – für Schüler/innen und wir Lehrer…

Wenn man nun bedenkt, wie viele geflüchtete Kinder momentan an unserer und an allen anderen Schulen ankommen, ist dieser Film mehr als aktuell und führt hoffentlich zu einem besseren Verständnis untereinander. Dass sich manche Mitschüler/innen zudem bei der Nachbesprechung in den jeweiligen Klassen öffnen konnten und über ihre eigene Fluchtgeschichte geredet haben, war mehr als bewegend. Was will man mehr vom „Schulunterricht“ im Kino?

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